Warum Tasmanien?
Erzähle ich davon meinen Urlaub in Tasmanien zu verbringen, so gibt es zumeist
drei Reaktionen. Bei der ersten schaut mich mein Gegenüber mit großen Augen an
und weiß überhaupt nicht, von welchem Land ich da rede. Bei Reaktion zwei
wird mir sofort entgegnet "Gibt es da nicht den Tasmanischen Teufel? Dieses
extrem verfressene Tier?". Die letzte Reaktion ist wohl die lustigste, denn da werde
ich ganz mißtrauisch angeschaut und gefragt, was ich denn in Transsilvanien wolle?
Egal welche dieser Reaktionen folgt, meist muß ich anschließend erklären wo dieses
Land liegt und was es mit ihm auf sich hat.
Ich gebe zu, daß ich Tasmanien bis vor sieben Jahren auch nicht kannte und
sogar überhaupt nicht wußte, daß es Tasmanien gibt.
Das erste Mal hörte ich den Namen dieses Landes, als ich in Neuseeland mitten
im Nationalpark saß und sich ein Däne mit einem Australier über dieses Eiland
unterhielt. Ich hörte etwas, von herrlicher Natur, Abenteurer und der Geschichte
des Landes. Neugierig geworden erkundigte ich mich, wo denn Tasmanien sei und
bereitwillig klärte man mich auf.
So wurde das erste Mal mein Augenmerk auf diese Insel gelenkt. Allerdings vergaß
ich das Gehörte recht bald. Ich spielte zwar gelegentlich mit dem Gedanken nach
Australien zu fahren, doch dachte ich dabei nicht an Tasmanien, denn ich war mir
nicht wirklich im Klaren darüber, daß es diese Insel gab. Ich verband Australien
immer nur mit dem großen Kontinent.
Etwa ein bis zwei Jahre nach meinem Neuseelandurlaub begann ich neue Reisepläne
zu schmieden. Zu dieser Zeit kam der Film "Einstein Junior" in die Kinos und
dieser Film beginnt auf einer Apfelfarm in Tasmanien. Es durchzuckte mich förmlich
ein Blitz. Mir fielen die Lobeshymnen ein und auch, daß die Größe der Insel
genau das war, was ich für einen Urlaub brauchte.
Ich begann nun Informationen zu sammeln und je mehr ich las, reifte in mir die Entscheidung,
daß ich dort Urlaub machen müsse.
Diesen Wunsch dort Urlaub zu machen, setzte ich schließlich 1993 das erste Mal
in die Tat um. Nach drei Monaten kehrte ich wieder heim und mir war klar, daß
ich erneut diese Insel aufsuchen müsse. Es dauerte zwar drei Jahre bis zu meinem
nächsten Besuch, doch genoß ich ihn noch mehr als meinen ersten.