Devonport
Devonport ist für viele Tasmanienbesucher der Ausgangspunkt
für die Erkundung der Insel und stellt eines der wichtigsten
wirtschaftlichen Zentren des Nordens dar.
In Devonport befindet sich nämlich der Anlegehafen der Fähre
(die "Abel Tasman"), welche das australische Festland mit
Tasmanien verbindet.
Obwohl ich, rechnete man meine beiden Urlaube in diesem Land
zusammen, fast ein halbes Jahr hier war, lernte ich Devonport
erst sehr spät kennen. Ich war immer direkt nach Hobart
geflogen, da mir zum einen die Seefahrt nicht sonderlich gut
bekommt und ich es vorzog, direkt im süden der Insel meine
Erkundungen zu beginnen.
Ich erreichte Devonport ein paar Tage vor Silvester. Der Ort
machte einen sehr geschäftigen Eindruck. Von Vorbereitungen
auf dan kommende neue Jahr war nichts zu spüren.
Ich quartierte ich in einer der Jugendherbergen ein. Meine
Wahl war auf eine etwa außerhalb des Stadtkerns liegende
Herberge gefallen. Sie war früher ein Krankenhaus gewesen und
so sagte ich mich, daß die Sanitäranlagen und die Zimmer
in Ordnung sein müßten. Meine Vermutung bestätigte sich
schließlich auch.
Die Herbergseltern waren ausgesprochen nett und unterstützten
einen wo sie nur konnten. Auch gab es die verschiedensten
Angebote für Ausflüge z.B. in den "Cradle Mountain - Lake St.
Clair Nationalpark", in den "Walls of Jerusalem Nationalpark",
oder der Besuch von Piguinen, die des Nachts die Küste erobern.
Ich nutzte diesen Aufenthalt, um ich zu regenerieren, denn ich
war gerade von einer Wanderung in den "Walls of Jerusalem"
zurückgekehrt. Auch konnte ich nicht nach Hobart zurückkehren,
denn dort and gerade die jährliche Sydney-Hobart-Regatta ihr Ende,
und in dieser Zeit ist es unmöglich eine Unterkunft in der Stadt
und Umgebung zu ergattern.
Devonport selber bot nicht allzuviel Attraktionen, auch wenn
ein hübscher Markt zur Zeit meines Aufenthaltes stattfand und
auch ein Spaziergang entlang des Flußes Mersey durchaus seinen
Reiz hatte.
Am Silvesterabend wurde, im Gegensatz zu Deutschland (zumindest
in der Jugendherberge), kaum gefeiert. Mich stimmte es traurig,
denn ich konnte die anderen nicht motivieren vielleicht ein
paar Vorbereitungen zu Treffen. Zum Glück bereiteten die
Herbergseltern einen kleinen Snack vor und so wurde dieser
Abend nicht ganz öde.
Die Wünsche fürs Neue jahr vielen leider auch etwas nüchtern aus
und so sah ich diesem neuen Jahr etwas mit gemischten Gefühlen
entgegen.
Das einzig wirklich Interessante war ein Besuch einer Pinguinkolonie.
Es war schon erstaunlich, wie zielsicher die kleinen Gesellen
das Land erreichten und im Unterholz verschwanden.
Meist hörten wir sie im Dunkeln nur, denn wir wollten sie durch
unsere Taschenlampen nicht allzusehr verschrecken.
| Formby Road
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