Historisches über Tasmanien



Tasmanien ist der einzige Bundesstaat Australiens und der durch seine Insellage, isoliert vom Festland, eine Entwicklung durchmachte. Diese besondere Situation ist Grundlage für eine relativ eigenständige geschichtliche und kulturelle Entwicklung.
Diese Isolation hatte Vorteile, brachte jedoch auch seine Schattenseiten hervor. So konnte Tasmanien viele der kolonialen Gebäude in die Gegenwart retten. Leider gehen mit diesen Gebäuden auch sehr dunkle Geschichten aus der Anfangszeit dieses Landes einher.

Tasmanien bot sich nämlich durch seine isolierte Lage hervorragend dazu an, Strafgefangene, welche auf dem Festland besonders auffällig wurden, hierher zu deportieren und besonders zu isolieren. Auch im Umgang mit den Ureinwohnern wurde in Tasmanien eine besonders schwarze Geschichte geschrieben.

Einer der ersten Entdecker dieses "Eilandes" war er berühmte niederländische Navigator Abel Tasman. Er entdeckte das Eiland im Jahre 1642 und nannte es Van Diemen's Land. Diesen Namen verwandte er zu Ehren des Gouverneurs der niederländischen East Indies. Jedoch war man zu diesem Zeitpunkt noch der Ansicht, Tasmanien sei fester Bestandteil des Australischen Festlandes.

Es dauerte noch bis zum Jahre 1798, bis Leutnant Matthew Fliders bei der Umsegelung Tasmaniens feststellte, daß es ich um eine Insel handelte. Die See zwischen dem australischen Mutterland und Tasmanien nannte der Seemann "Bass Strait".
Diese grandiose Entdeckung verkürzte die Reisezeit von Sydney nach Tasmanien um eine ganze Woche.

Ende des 17. Jahrhunderts entschloß sich Gouverneur King, südlich von Sydney eine zweite Kolonie in Australien einzurichten. Anfangs trug man sich mit dem Gedanken in der Port Phillip Bay diese Siedlung zu etablieren, aber schließlich entschloß man sich am Derwent (einem Fluß an der Südküste Tasmaniens) diese Siedlung entstehen zu lassen. Dies war die Geburtsstunde von Hobarts.

Mit den ersten Siedlern wurden auch Strafgefangene nach Tasmanien gebracht. So entstanden die ersten Gefangenenlager. All die Lager, die in diesen Jahren entstanden, waren die gefürchtetsten und berüchtigtsten von ganz Australien.
Eines der bekanntesten und mit der striktesten Strafordnung war Port Arthur.

Die Gefangenentransporte wurden in den 50er Jahren des 18ten Jahrhunderts eingestellt.

Einen Neuanfang versuchte 1856 tasmaniens erstes Parlament, indem es "Van Diemen's Land" in Tasmainen umtaufte.

Heute kann der Besucher unbeschwert die Zeugnisse jener Zeit bewundern. So gibt es die verschiedensten Bauwerke zu bewundern. Manch eine Brücke über die der Tasmanienurlauber heute fährt, stammt noch aus dieser Zeit.

Ein sehr lebhaftes Beispiel, wie die Gefangenen leben mußten, bietet Port Arthur. Doch durch die herrliche Parkanlage, in die die Gebäude eingebettet sind, mag nicht so recht der Schrecken wiederkehren, dem die Gefangenen damals ausgesetzt waren.

Heute hat Tasmanien einen ganz anderen Ruf. So hat sich dieser Staat sehr große Verdienste im Erhalt von Naturlandschaften erworben. Auch ist Tasmanien für einige seiner Produkte sehr berühmt, denn wer kennt ihn nicht, diesen grünen knackigen Apfel "Granny Smith", der hier zum ersten Mal gezüchtet wurde.



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